Konzeptdetails
Das Besondere
Zitate zum Thema
Vortrag Prof. Fuchs

Konzept

Wie tanzt man die Farbe BLAU?
Wie riechen Wolken?
Was spielen wir im Labyrinth?
Schnarchen kriechende Schnecken?
Wie singt ein Buntstift?
Forschen, lachen, Kulturelles machen!



Ganzheitlich verstehen wir so:
Mit allen Sinnen wahrnehmen und ausdrücken.

Frühförderung verstehen wir so:
Die Kompetenzentwicklung der Kinder im Vorschulalter unterstützen und herausfordern.

Kulturelle Intelligenz verstehen wir so:
Fähigkeit zur Problemlösung und Lebensgestaltung mit kulturellen Mitteln.

Die Kinder sollen bewusst gefördert werden in ihrer ganzheitlichen Wahrnehmungsfähigkeit und in allen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten, um ihr Leben aktiv mit kulturellen Mitteln gestalten zu können.

Der methodische Arbeitsansatz in diesem Konzept besteht u. a. in dem pädagogischen Arrangieren von Übertragungen von Wahrnehmungen in Gestaltungsweisen. Und dies auch noch von einem kulturellen Fachgebiet in ein anderes.

Ein BEISPIEL finden Sie weiter unten!



Ganzheitliche Frühförderung kultureller Intelligenz

Praxisprojekt der Akademie Remscheid zur Entwicklung von Curriculum-Bausteinen für die Qualifizierung von ErzieherInnen zur Förderung kultureller Bildung in Kindertageseinrichtungen, Zeitraum: 1.10.2004 – 30.9.2006

Bildung von Anfang an
Die Akademie Remscheid hat ein neues Konzept zur kulturellen Bildung in Kindertagesstätten entwickelt: zusammen mit langjährig erfahrenen Fortbildungsteilnehmern und -teilnehmerinnen und im fachlichen Diskurs mit bundes- und landeszentralen Trägern.

In unserem Frühförderungskonzept werden keine Einzelbegabungen gefördert, sondern die ganzheitliche Entwicklung kultureller Fähigkeiten unterstützt - mit einem Mix aus musikalischen, sprachlichen, gestalterischen und spielerischen Erfahrungen. Und alles zur richtigen Zeit, nämlich bereits vor dem Schulbeginn – entsprechend den „Zeitfenster“-Erkenntnissen des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt/Main.

Wir sprechen bei diesem Projekt – in Anlehnung an das Konzept multipler Intelligenz des amerikanischen Erziehungswissenschaftlers Howard Gardner – von „kultureller Intelligenz“, weil es uns nicht um die beliebige Aneinanderreihung ästhetischer Fähigkeiten geht, sondern um die souveräne Beherrschung von Wahrnehmung und Ausdruck für alltägliche Problemlösungen und die gesamte Gestaltung des Lebens.
Eine so verstandene kulturelle Frühförderung steht und fällt mit der Qualifikation der ErzieherInnen. Die Erzieherinnen und Erzieher sind meistens nur in einzelnen Fächern, z.B. in Musik, Spiel, Sprache oder Bildnerischem Gestalten geschult, und benötigen für die Vermittlung integrierter kultureller Wahrnehmungs- und Ausdrucksweisen eine spezielle Qualifizierung. Dafür erhalten die beteiligten ErzieherInnen wöchentliche Inhouse-Trainings und nehmen an drei Fortbildungskursen in der Akademie Remscheid teil. Dabei sensibilisieren sie sich für die Bildungswirkungen der kulturellen Aktivitäten.

Zwei Jahre lang wurden methodische Lerneinheiten für die kulturelle Frühförderung von ProjektmitarbeiterInnen zusammen mit ErzieherInnen in acht Kindertagesstätten erarbeitet, erprobt, weiterentwickelt und dokumentiert. Dabei entstanden methodische Bausteine, die den Aus- und Fortbildungseinrichtungen seit 2006 zur Verfügung stehen.


Ein BEISPIEL:

1) Als Begrüßungsritual wird jedem Kind ein Zeichen in die Hand gemalt, begleitet von einem passenden Stimmgeräusch: „tsss – tsss – tsss“.  2) Jedes Kind gibt das Zeichen zusammen mit dem Geräusch an die Erzieherin zurück.  3) Dann wird das Zeichen in die Sandkiste übertragen. 
4) Es wird vergrößert auf den Rücken anderer Kinder „gemalt“ wie bei „Stille Post“.  5) Mit Stäben wird die Form nachgebildet.  6) Und schließlich sogar von einer Kindergruppe mit ihren eigenen Körpern nachgebildet. 



Bildungswirkungen:

Die Fähigkeiten, die die Kinder bei diesen hier oben abgebildeten Aktivitäten erwerben oder üben sind offensichtlich:
- Gefühltes in eigene Gestaltung umsetzen können.
- Strukturen erkennen und mit anderen Mitteln nachbilden können.
- Es sich zur Gewohnheit machen, mit Materialien sorgsam, genau und kompetent umzugehen.
Mit allen von uns erarbeiteten methodischen Einheiten können die Kinder vielfältig bildende Erfahrungen machen.
Sie können Analogien erkennen, Formen und Strukturen entdecken, zum Inhalt passende Gestaltungen und Ausdrucksmöglichkeiten entwickeln... viele Bildungswirkungen, die sie bei der weiteren Entwicklung ihrer Persönlichkeiten nutzen werden.



Konzeptdetails

Das Besondere

Zitate zum Thema

Vortrag Prof. Fuchs