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Abschluss-Spielfest

Abschluss-Spielaktion in Leipzig




Eine Reise um die Welt in 80 Minuten

Vier Kindergartengruppen und einige Erwachsene feierten zusammen den Abschluss des Projekts im Raum Leipzig gemeinsam mit einem kleinen Spielfest. Die Leipziger Projektmitarbeiter organisierten die Örtlichkeiten und ein tolles Buffet. Dozenten aus der Akademie leiteten eine Spielaktion an.


Wir haben das Motto „In 80 Minuten um die Welt“ gewählt, weil einige Kinder in den letzten Projektwochen das Thema ‚Kontinente’ bearbeitet hatten, die Aktion rund anderthalb Stunden dauern sollte, durch die WM für die Kinder ein aktueller Bezug zu fernen Ländern bestand („Die Welt zu Gast bei Freunden“) und man bei diesem Motto schließlich auch die verschiedensten Spiele und Aktivitäten gut ‚unter einen Hut’ bringen kann.


Der Ablauf der Spielaktion

1. Begrüßung durch die Reiseleitung

2. Reiselied kennen lernen, gemeinsam singen und mitspielen
Bei diesem Lied können alle die Bewegungen gleich mitmachen.
Da wir auf vier Erdteile reisen werden, bereiten wir uns auf die dortige Tierwelt vor:

3. Tierdarstellungen in 4 Gruppen (für 4 Kontinente) vorbereiten.
An den Gruppenstationen überlegen die Kinder, welche Tiere dort vorkommen und üben die Darstellung von ein bis drei Tieren, die die anderen nachher erraten sollen.
Als alle zurück im Aussenkreis waren, wurde ein Lied über eine Rakete, das in einer Gruppe vor kurzem erlernt worden war, vorgetragen. Das bildete einen schönen instieg in das Basteln von kleinen Pusteraketen. Wie die hergestellt werden, demonstrierte unser „Oberingenieur“ Roland Oesker in der Kreismitte.

4. Reisefahrzeug (Puste-Rakete) bauen (je Person 1 Rakete, in den 4 Gruppen).
Die Probestarts aller Raketen erfolgten auf Kommando von einer kleinen Seitenmauer aus.

5. Mit der Rakete wurden nacheinander die 4 Kontinente besucht.
Jede Reise zu einem Erdteil fand in gleicher Weise und Abfolge statt: Raketenlied singen; alle Kinder starten ihre Rakete auf „3“ vom Aussenkreis – viele fliegen bis zum Innenkreis. Damit sind wir auf dem Kontinent angekommen und eine Gruppe geht in die Mitte, stellt ihre Tiere dar und alle raten. Dann geht die Reise zum nächsten Erdteil los...

6. Als letzten Kontinent besuchten alle Australien und als Mitmachaktion fand mit allen zusammen das Erlernen des Känguruhhüpfens statt (vom Moderator in 3 Schritten vorgemacht).

7. Gemeinsamer Abschluss: Rückflug auf einem „Fliegenden Teppich“ (Riesenschwungtuch), auf dem wir schließlich noch 80 bunte Pingpongbälle tanzen ließen.

Als Souvenir konnte jeder Reiseteilnehmer einen Pingpongball und natürlich seine Rakete mitnehmen.


Der Bau der Raketen

Eine Rakete wird so hergestellt:
Material:
Auf 25 cm Länge abgesägte runde graue Kabelkanalrohre aus Kunststoff (wo Stromkabel in Feuchträumen durchgeführt werden, preiswert in jedem Baumarkt),
farbiges DIN A 4 Papier, graue Knete.
Papierkleber und Heftzangen werden als Werkzeuge benötigt.
Ein Blatt Papier wird im Querformat nicht ganz stramm um das Rohr gewickelt und zu einer Röhre zusammengeklebt. Die Papierröhre wird so weit nach oben vom Rohr abgeschoben, dass man die Spitze der Papierröhre falten und zusammentackern kann.
Dann wird über diese Papierspitze mit Knete ein richtiger runder Raketenkopf modelliert.
Fertig. Pustet man kräftig in das Kunststoffrohr, schiebt der Luftdruck die Papierröhre (Rakete) von der Raketenabschussrampe (dem Kunststoffrohr) und sie fliegt in einem kleinen Bogen einige Meter weit.



Bildungsmöglichkeiten

Kooperative Spiele eignen sich am besten dazu, Kinder aus verschiedenen Gruppen zu einer gemeinsamen Aktion zu integrieren.
Eine Aneinanderreihung von Spielen bekommt durch eine Geschichte ("Reise") eine für Kinder überschaubare Struktur.
Mit dem Erlernen des Raketenbaus mit einfachsten Mitteln und dem dabei Erleben des simplen aber verblüffend funktionierenden Luftdruckantriebs haben wir bei allem Spaß, den die Kinder hatten, auch noch einen kleinen Lerneffekt ganz im Sinne unseres Projekt „Ganzheitliche Frühförderung kultureller Intelligenz“ bewirkt.